Information zur Situation Covid-19

März 2020

Am 17. März hat das BAG die Weisung erlassen, dass alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen verboten sind. Die Weisung dient der Verlangsamung der Coronavirus-Epidemie. Wir setzen die Vorgaben des Bundesrates und des BAG vorbehaltlos um. Bis zum 19. April finden keine Gottesdienste statt, auch alle Treffen von Gruppen (JG.BE, Hausgebetskreis, 60-plus, ökumenische Fastengruppe) sind abgesagt. Im Träffer finden auch sonst keine Veranstaltungen statt. 

Wir bleiben aber erreichbar. Elsbeth Zürcher, Ursula Wenziker und Jürg Bräker stehen gerne für Gespräche zur Verfügung. Der Besuchsdienst muss sich auch nach den Vorgaben des BAG richten, Besuche sind möglich, aber gefährdete Personen müssen geschützt werden.

Bei Fragen dürfen sich sich gerne an Jürg Bräker wenden. juerg.braeker@menno.ch

In Zeiten, in denen wir auf so viele Berührungen verzichten, möchte ich euch diesen Segen aus unserem Gesangsbuch mitgeben:

Gottes zärtliche Berührung
Mache dich zur Empfangenden und Gesegneten
Und gebe dir Kraft

Gottes zärtliche Berührung
Befreie dich von deiner inneren Anspannung.
Sie richte dich auf, wo du gebeugt bist.

Gottes zärtliche Berühurng
Gebe dir Zuversicht und Hoffnung.
Sie gebe dir Mut für den nächsten Schritt.

So berühre und segne dich der dreifache Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Gedanken zur Jahreslosung 2020

2020

"Ich glaube, hilf meinem Unglauben"
Markus-Evangelium 9,24

Jahreslosungen sind oft ein ermutigender Zuspruch. Ein Wort auf den Weg ins neue Jahr ist auch dieser Vers, aber er ist eine Einladung, ihn sich zu eigen zu machen und nachzusprechen. Mir gefällt diese Losung, weil sie mich dort abholt, wo ich gerade bin. Sie ist so menschennah. Da wird kein grosser Anspruch von Glaubenssicherheit gefordert. Das wäre anders mit einem anderen Vers aus der Geschichte, aus der dieses Zitat stammt.

Da ist ein Vater, der bei Jesus Hilfe sucht für seinen Sohn. Auf seine Bitte hin "Wenn du etwas vermagst, so hilf uns..." antwortet Jesus: "Alles ist möglich dem, der glaubt." Würden wir diesen Vers über das Jahr stellen, kämen wir in Versuchung, einen unerschütterlichen Glauben als Voraussetzung für gutes Gelingen anzusehen.

Ja, Hoffnung und Optimismus sind hilfreiche Gefährten in dieser schwierigen Welt. Aber was tun, wenn sie uns abhandenkommen? Der Vater gibt nicht vor, alles zu vermögen. Sein Glaube, sein Vertrauen drückt er einfach darin aus, dass er sich an Jesus wendet. Und in dieser Begegnung hat auch seine Unsicherheit, der wankende Boden, Platz.

So ist diese Losung doch ermutigend. Sie lädt mich ein, mich mit meiner ganzen Spannung zwischen Hoffnung und Angst vor Enttäuschung in eine Begegnung mit Gott hinein zu wagen. Ich muss nichts vorspielen und darf die Schritte ins Glauben hinein dort beginnen, wo ich jetzt stehe.

Bildnachweis: Christop Varghese

Stationenweg zur Täufergeschichte in der Stadt Bern

2018

Nun ist es soweit: Der Stationenweg zur Täufergeschichte in der Stadt Bern wird Wirklichkeit.

Seit Ende August 2018 können alle Interessierten die Geschichte der Täufer auf interaktivem Weg anhand eines Rundganges nach dem erfolgreichen Konzept der Foxtrails entdecken.

Flyer Stationenweg Bern deutsch als PDF >>>

Flyer Stationenweg Bern englisch als PDF >>>

Bildnachweis: Beat Loosli

Nacht der Religionen in Bern

November 2017

Regierungsrat Christoph Neuhaus bittet Täuferinnnen und Täufer um Verzeihung

Die Mennoniten-Gemeinde Bern freut sich sehr über die Bitte um Verzeihung, die der Berner Regierungsrat und Kirchendirektor Christoph Neuhaus ausgesprochen hat. Das Ereignis im Saal des Berner Rathauses im Rahmen der Nacht der Religionen hat die Anwesenden aus vielen Kirchen und Religionen tief berührt. Wir danken Regierungsrat und Kirchendirektor Christoph Neuhaus für diese klaren Worte an die Täufer und die Bitte um Vergebung für vergangenes Unrecht, welches die Regierung des Kantons Bern den Täufer angetan hatte. Die Täufer, das sind heute Menschen in der Stadt Bern, im Kanton Bern und weit darüber hinaus in aller Welt. Sie werden die Bitte hören und sich mitfreuen. Die Konferenz der Mennoniten der Schweiz, in welcher die Mennoniten-Gemeinden der Schweiz zusammengeschlossen sind, möchte nun diese Bitte um Vergebung offiziell würdigen, voraussichtlich bei der Eröffnung des Stationenweges im Frühjahr 2018.

Die Veranstaltung im Rathaussaal Bern wurde gemeinsam von der reformierten Kirchgemeinde Münster und der Mennoniten-Gemeinde Bern getragen. Unter dem Titel «Kirche und Staat – Fluch oder Segen?» thematisierte Regierungsrat Neuhaus die vergangene Verfolgung der Täufer durch den Kanton Bern, gefolgt von einer Lesung mit Katharina Zimmermann, die aus ihrem Täuferroman«Die Furgge» las.

Medienmitteilung als PDF >>>

Rede von Regierungsrat Neuhaus als PDF >>>