Nacht der Religionen in Bern

November 2017

Regierungsrat Christoph Neuhaus bittet Täuferinnnen und Täufer um Verzeihung

Die Mennoniten-Gemeinde Bern freut sich sehr über die Bitte um Verzeihung, die der Berner Regierungsrat und Kirchendirektor Christoph Neuhaus ausgesprochen hat. Das Ereignis im Saal des Berner Rathauses im Rahmen der Nacht der Religionen hat die Anwesenden aus vielen Kirchen und Religionen tief berührt. Wir danken Regierungsrat und Kirchendirektor Christoph Neuhaus für diese klaren Worte an die Täufer und die Bitte um Vergebung für vergangenes Unrecht, welches die Regierung des Kantons Bern den Täufer angetan hatte. Die Täufer, das sind heute Menschen in der Stadt Bern, im Kanton Bern und weit darüber hinaus in aller Welt. Sie werden die Bitte hören und sich mitfreuen. Die Konferenz der Mennoniten der Schweiz, in welcher die Mennoniten-Gemeinden der Schweiz zusammengeschlossen sind, möchte nun diese Bitte um Vergebung offiziell würdigen, voraussichtlich bei der Eröffnung des Stationenweges im Frühjahr 2018.

Die Veranstaltung im Rathaussaal Bern wurde gemeinsam von der reformierten Kirchgemeinde Münster und der Mennoniten-Gemeinde Bern getragen. Unter dem Titel «Kirche und Staat – Fluch oder Segen?» thematisierte Regierungsrat Neuhaus die vergangene Verfolgung der Täufer durch den Kanton Bern, gefolgt von einer Lesung mit Katharina Zimmermann, die aus ihrem Täuferroman«Die Furgge» las.

Medienmitteilung zum Download >>>

Gedanken zur Jahreslosung 2017

2017

Jahreslosung 2017

Ich will euch ein neues Herz geben und eurer Inneres mit neuer Geistkraft erfüllen.

Ezechiel 36, 26
Bibel in gerechter Sprache


Wo grosse Zeitenwenden angesagt wären, mächtige Führungspersönlichkeiten, die ihre Völker in eine bessere Zukunft führen – da verspricht Gott eine Erneuerung von einzelnen Menschen. Kraftvolles Aufstehen, das nicht auf die Hoffnung der grossen Weltretter setzt, sondern auf Menschen, die im Herz und im eigenen Geist wissen, wo Gottes Weglinien verlaufen.

Das Herz versammelt den ganzen Menschen, konzentriert seine Willenskraft und führt ihn zu einer Entscheidung. Wo ein Mensch zerrissen ist zwischen zu vielen Möglichkeiten, gelähmt von Ungewissheit, was werden könnte, da fasst ein neues Herz den Mut, sich zu entscheiden, einen Weg zu wählen und den ersten Schritt zu tun.

Ein neuer Geist schöpft neue Kraft aus der Welt von Gottes Zukunft. Wo es einem vor schierer Hoffnungslosigkeit den Atem abdrückt, wo man glaubt, mit jedem Atemzug das Gift der Resignation aufzunehmen, da schenkt dieser heilende Gott einen neuen Geist, der Leben bringt, wie frische Bergluft von Zedern.

Jürg Bräker

Drei Meditationen zur Jahreslosung 2017 >>>

Bildnachweis: Dorothee Krämer

Aktuell

Januar 2017

Predigt von Jürg Bräker, Ökumenischer Gottesdienst im Berner Münster zum Sonntag der Einheit der Christen, 15. Januar 2017

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