Wer sind die Mennoniten

Die Mennoniten, auch Täufer genannt, sind eine Freikirche, die im 16. Jahrhundert, in der Reformationszeit, entstanden sind. Die Täufer wollten eine radikale Reformation durchführen. Sie vertraten insbesondere die Trennung von Kirche und Staat, die Glaubens- statt die Kindertaufe sowie die Gewaltlosigkeit.

In ihrer Lebensführung wollen die Täufer Jesus allein nachfolgen. Der persönliche Glaube und die Teilnahme am Leben der Gemeinde beruhen auf absoluter Freiwilligkeit. Fundament des Glaubens ist einzig und allein die Bibel.

Dies "revolutionären" Grundsätze konnten 1525 von Staat und Kirche weder angenommen noch toleriert werden. Deshalb setzte sofort eine starke Verfolgung der Täufer ein, die Jahrhunderte dauerte. Später stärkte und sammelte Menno Simons die verfolgten Gemeinden. Nach und nach nannten sich - oder man nannte - die Täufer "Mennoniten".

Heute sind die Mennoniten, dazu gehören auch die Amischen und Hutterer, auf der ganzen Welt anzutreffen. Von den rund eine Million Mitgliedern leben heute etwa 2 500 in der Schweiz in 13 lokalen Gemeinden.

In Bern besteht eine Mennoniten-Gemeinde seit 1959.

Aus: Gemeindebrief, Sonderausgabe Mai 1998

Mehr zu den Mennoniten

Eine ausführlichere Erklärung der "Täufer" vom Historiker Dr. Hanspeter Jecker mit Literaturangaben ("Historisches Lexikon der Schweiz", Schweizerische Landesbibliothek): >>>